10.01.2026

Tierkommunikation: Ablauf & Vorbereitung

Wenn Du Dich für Tierkommunikation interessierst, tauchen früher oder später ganz konkrete Fragen auf: Wie läuft eine Tierkommunikation eigentlich ab? Was muss ich vorbereiten? Muss mein Tier dabei anwesend sein? Und was passiert nach dem Gespräch? Gerade weil Tierkommunikation für viele Menschen neu oder ungewohnt ist, braucht es Transparenz, Ruhe und klare Abläufe. In diesem Beitrag bekommst Du einen ehrlichen, nachvollziehbaren Einblick in den Ablauf einer Tierkommunikation – ohne Mystik, ohne Überhöhung und ohne falsche Erwartungen. Tierkommunikation ist kein spontanes „Hineinhorchen“, sondern ein bewusster Prozess. Je klarer Du weißt, was Dich erwartet und wie Du Dich vorbereiten kannst, desto stimmiger und wirkungsvoller wird das Tiergespräch – für Dich und für Dein Tier.
Von: Lara Schulze
Eine Hand streichelt den Kopf eines braunen Pferdes mit weißem Zaumzeug und rot-weißem Sattel.

Vorbereitung

Die Vorbereitung ist ein oft unterschätzter Teil der Tierkommunikation. Dabei entscheidet sie maßgeblich darüber, wie klar, ruhig und tiefgehend ein Tiergespräch verlaufen kann. Vorbereitung bedeutet dabei nicht, möglichst viele Informationen zu sammeln oder Erwartungen aufzubauen, sondern vor allem, innerlich Raum zu schaffen. Zu Beginn steht Deine Haltung. Tierkommunikation funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern in einer offenen, wertfreien Grundstimmung. Es hilft, wenn Du Dein Tier nicht „fixen“ möchtest, sondern bereit bist zuzuhören – auch dann, wenn Antworten vielleicht anders ausfallen als erwartet. Je weniger Druck und Zielorientierung im Vorfeld entsteht, desto freier kann sich das Gespräch entfalten. In der Regel wirst Du gebeten, vorab ein aktuelles Foto Deines Tieres zur Verfügung zu stellen, auf dem die Augen gut sichtbar sind. Dieses Foto dient als Verbindungspunkt. Zusätzlich werden grundlegende Informationen abgefragt, etwa Name, Alter, Geschlecht und wie lange Dein Tier bei Dir lebt. Diese Fakten helfen bei der Einordnung, stehen aber nicht im Mittelpunkt des Gesprächs. Ein weiterer wichtiger Teil der Vorbereitung sind Deine Fragen oder Botschaften. Es hat sich bewährt, diese vorab schriftlich festzuhalten. Nicht, um sie eins zu eins „abzuarbeiten“, sondern um Dir selbst Klarheit zu verschaffen: Was beschäftigt Dich wirklich? Wo wünschst Du Dir Verständnis, Entlastung oder Orientierung? Oft zeigen sich bereits in diesem Schritt neue Perspektiven. Dein Tier selbst braucht keine spezielle Vorbereitung. Es muss nichts „können“, nichts leisten und auch nichts wissen. Tiere kommunizieren aus ihrem natürlichen Sein heraus. Wichtig ist lediglich, dass Du Deinem Tier innerlich erlaubst, gehört zu werden – ohne Erwartung, ohne Bewertung.

Ablauf eines Tiergesprächs

Der eigentliche Ablauf einer Tierkommunikation findet in der Regel in Stille statt. Das bedeutet, dass das Gespräch nicht live geführt wird und Dein Tier nicht anwesend sein muss. Diese Form hat sich bewährt, weil sie einen ruhigen, ungestörten Raum schafft – frei von äußeren Einflüssen, Zeitdruck oder emotionalen Reaktionen. Zu Beginn verbindet sich die Tierkommunikatorin bewusst mit Deinem Tier. Diese Verbindung entsteht nicht über Worte, sondern über Wahrnehmung. Im Verlauf des Gesprächs zeigen sich Eindrücke auf unterschiedlichen Ebenen. Das können Bilder, Gefühle, körperliche Empfindungen, innere Zustände oder emotionale Themen sein. Jedes Tier kommuniziert auf seine eigene Weise. Oft geht es nicht nur um konkrete Situationen, sondern um das innere Erleben des Tieres. Wie fühlt es sich in seinem Alltag? Was belastet es? Was braucht es? Manchmal werden auch Beziehungen thematisiert – zu Dir, zu anderen Tieren oder zu bestimmten Lebensumständen. Diese Informationen sind selten spektakulär, dafür oft sehr ehrlich und berührend. Während des Gesprächs wird nichts interpretiert oder bewertet. Die Aufgabe besteht darin, wahrzunehmen und das Wahrgenommene möglichst klar und unverfälscht zu übersetzen. Genau deshalb braucht Tierkommunikation Zeit und Konzentration. Ein Tiergespräch ist kein schnelles „Abfragen“, sondern ein Prozess des Zuhörens. Deine vorab formulierten Fragen fließen in das Gespräch mit ein, stehen aber nicht isoliert im Mittelpunkt. Häufig zeigen Tiere Themen, die im Vorfeld gar nicht bewusst waren, sich im Nachhinein jedoch als sehr stimmig erweisen. Genau hier liegt die Tiefe dieser Arbeit.

Warum es nicht live stattfindet

Viele Menschen fragen sich, warum Tierkommunikation nicht live durchgeführt wird – etwa per Telefon oder Video. Die Antwort ist einfach: Stille schafft Klarheit. In einem Live-Gespräch würden Rückfragen, emotionale Reaktionen oder Erwartungen den Wahrnehmungsraum beeinflussen. Das kann die Verbindung verzerren oder unbewusst lenken. Ein Tiergespräch in Stille ermöglicht es, wirklich bei dem Tier zu bleiben. Ohne Ablenkung, ohne Zeitdruck, ohne äußere Einflüsse. Auch für Dich als Mensch ist diese Form oft entlastend. Du musst nichts sagen, nichts erklären und nichts sofort einordnen. Du darfst einfach empfangen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Tierkommunikation nicht an Raum oder Zeit gebunden ist. Dein Tier muss nicht wach sein, nicht ruhig liegen und nicht in einer bestimmten Situation sein. Es wird genau dort abgeholt, wo es innerlich gerade steht. Das macht diese Arbeit so fein und gleichzeitig so respektvoll. Gerade bei sensiblen Themen wie Krankheit, Veränderung oder Abschied hat sich diese Form als besonders achtsam erwiesen. Sie schützt sowohl das Tier als auch den Menschen vor Überforderung.

Schriftliches Protokoll

Nach dem Tiergespräch erhältst Du ein schriftliches Protokoll. Dieses ist ein zentraler Bestandteil der Tierkommunikation. Es fasst alle relevanten Wahrnehmungen, Botschaften und Eindrücke zusammen – in einer klaren, ruhigen Sprache. Der große Vorteil eines schriftlichen Protokolls liegt darin, dass Du es in Deinem eigenen Tempo lesen kannst. Viele Menschen berichten, dass bestimmte Passagen erst beim zweiten oder dritten Lesen ihre volle Bedeutung entfalten. Manche Sätze wirken unmittelbar, andere erst im Alltag, wenn Situationen sich verändern oder Zusammenhänge klarer werden. Das Protokoll dient nicht als Handlungsanweisung, sondern als Orientierung. Es lädt Dich ein, Dein Tier bewusster wahrzunehmen und Entscheidungen aus einer tieferen Verbindung heraus zu treffen. Du bleibst jederzeit selbstverantwortlich. In der Regel gibt es nach dem Erhalt des Protokolls Raum für Rückfragen. Manchmal möchten Menschen einzelne Punkte vertiefen oder besser verstehen. Auch das ist Teil eines respektvollen Ablaufs. Tierkommunikation endet nicht abrupt, sondern lässt Raum zum Nachwirken.

Fazit

Der Ablauf einer Tierkommunikation ist klar, ruhig und bewusst gestaltet. Von der Vorbereitung über das eigentliche Tiergespräch bis hin zum schriftlichen Protokoll geht es immer um eines: echtes Zuhören. Nicht um schnelle Lösungen, sondern um Verständnis. Wenn Du weißt, wie Tierkommunikation abläuft und was Dich erwartet, kannst Du Dich mit mehr Vertrauen darauf einlassen. Du musst nichts leisten, nichts kontrollieren und nichts „richtig“ machen. Offenheit, Respekt und Geduld sind die wichtigsten Voraussetzungen. Tierkommunikation ist kein Ersatz für Tiermedizin oder Training, sondern eine ergänzende Möglichkeit, Dein Tier auf einer tieferen Ebene zu verstehen. Gerade durch den klaren Ablauf und die ruhige Struktur entsteht ein Raum, in dem Verbindung wachsen darf – ehrlich, achtsam und ohne Druck. Wenn Du Dich darauf einlässt, kann Tierkommunikation nicht nur neue Perspektiven auf Dein Tier eröffnen, sondern auch Deine Beziehung zu ihm nachhaltig vertiefen.

Über den Autor:

Lara Schulze

Ich sende deine Fragen und Anliegen achtsam an dein Tier und empfange, was es mir über Bilder, Gefühle, Impulse oder innere Einblicke mitteilt.

Häufige Fragen zur Tierkommunikation – Ablauf & Vorbereitung

Was brauche ich für eine Tierkommunikation?
Für eine Tierkommunikation benötigst Du lediglich ein aktuelles Foto Deines Tieres, auf dem die Augen gut erkennbar sind, sowie einige grundlegende Informationen wie Name, Alter und Geschlecht. Wichtig ist vor allem Deine innere Haltung: Offenheit, Ehrlichkeit und die Bereitschaft zuzuhören. Dein Tier selbst muss nichts vorbereiten oder tun – es wird genau so wahrgenommen, wie es ist.
Muss mein Tier während der Tierkommunikation anwesend sein?
Nein, Dein Tier muss nicht anwesend sein. Tierkommunikation ist nicht an Raum oder Zeit gebunden und findet auf einer feinen, energetischen Ebene statt. Gerade weil das Tier nicht gestört wird, kann das Gespräch ruhiger und klarer verlaufen. Viele Tiere empfinden diese Form sogar als besonders angenehm.
Warum findet die Tierkommunikation nicht live statt?
Ein Tiergespräch findet bewusst nicht live statt, um äußere Einflüsse, Erwartungen oder emotionale Reaktionen zu vermeiden. Die Stille schafft einen geschützten Raum für eine klare Wahrnehmung. So kann sich die Kommunikation frei entfalten, ohne durch Gespräche oder spontane Rückfragen beeinflusst zu werden.
Wie lange dauert eine Tierkommunikation?
Die Dauer einer Tierkommunikation variiert je nach Thema und Tiefe des Gesprächs. In der Regel nimmt das eigentliche Tiergespräch ausreichend Zeit ein, um alle relevanten Eindrücke wahrzunehmen und sorgfältig zu erfassen. Für Dich ist der wichtigste Teil meist das schriftliche Protokoll, das Du anschließend in Ruhe lesen kannst.
Was ist ein schriftliches Protokoll und warum ist es wichtig?
Das schriftliche Protokoll fasst alle wahrgenommenen Botschaften, Gefühle und Eindrücke aus der Tierkommunikation zusammen. Es ermöglicht Dir, die Inhalte in Deinem eigenen Tempo wirken zu lassen und mehrfach darauf zurückzugreifen. Viele Menschen empfinden das Protokoll als sehr wertvoll, weil sich manche Aussagen erst mit zeitlichem Abstand vollständig erschließen.
Kann Tierkommunikation eine tierärztliche Behandlung ersetzen?
Nein, Tierkommunikation ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie versteht sich als ergänzende Möglichkeit, das emotionale Erleben und die Bedürfnisse eines Tieres besser zu verstehen. Entscheidungen zu Gesundheit oder Therapie liegen immer bei Dir und sollten verantwortungsvoll getroffen werden.

Erfahre, was Tierkommunikation wirklich bedeuten kann